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Klaus Mäs Architektur
Villa H
Info

Auf einem Eckgrundstück in einem Kölner Villenviertel, in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums sollte der freistehende Bestandsbau, den die vierköpfige Familie bewohnte, einem modernen Neubau weichen.

Von dem ehemaligen Satteldachhaus ist heute nichts mehr übrig. Stattdessen findet sich der Besucher vor einem kubischen Gebäude wieder, das sich in der Erdgeschossebene elegant über die gesamte Grundstücksbreite erstreckt.

Über den im Erdgeschoss eingeschobenen Eingangsbereich gelangt man in das großzügig und offen gestaltete Wohnhaus. Die Erdgeschossebene mit den Funktionen des Ankommens, Kochens, Essens und Wohnens gliedert sich um das Herzstück des Gebäudes – ein Atrium mit Begrünung. Dank dieses dreiseitig verglasten Freiraums inmitten des Grundrisses erhält die Wohnebene eine gewisse Leichtigkeit, Offenheit und Eleganz.

Ein Besucherbereich mit Gäste-WC und Gästezimmer findet ebenfalls seinen Platz im repräsentativen Erdgeschoss.

Über die einläufige Treppe schreiten die Bewohner entlang des Atriums in das Obergeschoss, welches als Rückzug der Familie mit Kinderzimmern, Elternbereich und großzügiger Dachterrasse dient.

Das Kellergeschoss, welches unter anderem ein Büro sowie einen Hobby- und Fitnessraum beinhaltet, ist im Innern über die zentral gelegene Treppe aber auch unabhängig über eine außenliegende Treppe mit angeschlossenem Lichthof erreichbar.

Das umfangreiche Raumprogramm verteilt sich auf etwa 500 qm Wohn- und Nutzfläche. Diese Fläche bedingte auch ein großes Bauvolumen, welches es zu kaschieren galt.
Das Prinzip der Subtraktion kam bei diesem Gebäudeentwurf zum Tragen. Die Grundform des Quaders mit einzelnen und gezielten Einschnitten wie im Eingangsbereich oder im Bereich der Dachterrasse nehmen dem Gebäude die Massivität und Schwere.

Das Wohnhaus wurde mit einer elegant, zurückgenommenen Riemchenfassade gestaltet und ist dadurch klar ablesbar. Die additiv hinzugefügten Funktionen wie die der Garage und der Einfriedung des Grundstücks wurden konträr und ablesbar mit unbehandelten und rau anmutenden Cortenstahlplatten verkleidet und scheinen sich mit dem Wohnhaus zu verzahnen.

Dank des Einsatzes verschiedener Materialien und gezielter Ausschnitte aus der Grundform des Gebäudes wird durch den Entwurf die Größe des Baukörpers aufgelockert. Große Fensterflächen öffnen zudem den Innenraum, gewähren Durchblicke auf das Atrium und den mit Pool und großzügiger Terrasse gestalteten Garten und geben dem Gebäude auch im Innern eine gewisse Leichtigkeit.

Ort
Köln
Bauherr
privat
Bauzeit
Baubeginn voraussichtlich 2021
Bruttogrundfläche
525 qm
Leistungsphase
1-8
Fotograf
-
Galerie